Schweizer Steuersünder-CDs: nur ein Trick?
13. Juli 2010 – 12:20
Kopp Verlag – F. William Engdahl: Im Februar entbrannte in Deutschland eine hitzige Diskussion über die Frage, ob es moralisch gerechtfertigt wäre, dass die Bundesregierung für CDs bezahlte, die angeblich gestohlene Kontodaten über geheime Schweizer Bankkonten von 1.500 Deutschen enthielten. Aufgrund der Debatte in der Presse und der Ankündigung von Finanzminister Schäuble, die Regierung werde die CDs mit den vertraulichen Daten für zwei Millionen Euro kaufen, ging bei den Behörden eine Flut »korrigierter« Steuererklärungen ein.
Die Vorstellung, Angestellte von Schweizer Privatbanken könnten einfach vertrauliche Kontodaten kopieren, wird bezweifelt
Angeblich hatten anonyme ehemalige Angestellte von Schweizer Privatbanken dem deutschen Finanzministerium im Januar Kopien von CDs mit Daten deutscher Staatsangehöriger angeboten, die ihre geheimen Bankkonten in der Schweiz zur Steuerhinterziehung nutzten. Nach Angaben des Ministeriums ermöglichten die auf den CDs enthaltenen Daten den deutschen Steuerbehörden die strafrechtliche Verfolgung der Steuersünder und die Einnahme von über 400 Millionen Euro an zusätzlichen Steuern, ein ansehnlicher Nettogewinn von 398 Millionen Euro. Scheinheilig erklärte Bundeskanzlerin Merkel, sie sei wie jeder vernünftige Mensch dafür, alles zu tun, um Steuerhinterziehung zu ahnden. »Vom Ziel her sollten wir, wenn diese Daten relevant sind, in den Besitz dieser Daten kommen.«
Innerhalb weniger Wochen nach der Ankündigung reichten 3.000 Deutsche neue, korrigierte Steuererklärungen ein, in der Hoffnung, so einer gerichtlichen Untersuchung und möglichen Gefängnisstrafe zu entkommen.
2008 hatte die deutsche Bundesregierung einem Informanten satte fünf Millionen Euro für eine CD mit einer Liste der Namen deutscher Steuersünder mit geheimen Bankkonten im Fürstentum Liechtenstein gezahlt. Der Fall hatte in Deutschland zu einer hitzigen Debatte darüber geführt, ob es rechtmäßig und moralisch vertretbar sei, eine CD mit illegal beschafften Informationen zu kaufen.
Nach Angaben unserer gut informierten Quellen in Schweizer Bankkreisen war an dieser Geschichte jedoch eines falsch: Die Bundesregierung hatte das Ganze wahrscheinlich erfunden, um mit diesem Trick wohlhabenden deutschen Bürgern einen Schreck einzujagen, so dass sie aus Angst, ihr Name könnte auf der Liste stehen, mehr Steuern bezahlten…..
Quelle und weiter bei: kopp-verlag





"Regiert sein heißt unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Tugend dazu haben...
8 Kommentare zu “Schweizer Steuersünder-CDs: nur ein Trick?”
Eine Mitleserin sagt:
Stand von vorn herein zu vermuten.
Wer dies als Trick ansah (einer GmbH ohne hoheitliche Befugnis), war ein Verschwörungstheoretiker.
Das funktionierte eben nur gegenüber noch unwissenden Menschen in diesem Land
Wenn diese Leute auf die Wahrheit stoßen, beißen sie sich in den eigenen Hintern
gepostet am 13.07.2010
Dietersab sagt:
Es gibt kein Gesetz in der BRD wonach Steuern zu zahlen sind. Der Fiskus bittet um Zahlung. Er bittet, zwar mit massivstem Nachdruck und Gewalt, aber so ist das eben bei Unwissenden.
Liebe Grüße
Dietersab
gepostet am 13.07.2010
Schwinger sagt:
War doch klar von Anfang an.
Aber da die Reihenweise zum FA gelaufen sind und haben Selbstanzeige gemacht ist auch klar.
Da kann man mal sehen, was geld für eine Angst macht, wenn man es nicht rechtmäßig erworben hat.
Alles was du Dir unrechtlich erwirbst, holt dir ein anderer wieder weg.
Das ist so.
gepostet am 13.07.2010
stgermain sagt:
Tja, wer sich verscheissern läßt, ist selber Schuld!War eigentlich zu erwarten.Schweizer Banken haben ein ziemlich strenges Sicherheitswesen…hat mich damals schon sehr gewundert….die Sache mit den “CDs”!
gepostet am 13.07.2010
Eine Mitleserin sagt:
“Alles was du Dir unrechtlich erwirbst, holt dir ein anderer wieder weg.”
Unrechtlich erworben würd’ ich in dem Zusammenhang nicht mal sagen, wenn man die gültigen Rechtsgrundlagen weiß.
Die Selbstanzeiger kannten diese anscheinend jedoch nicht. Also unter dem Gesichtspunkt kann man sagen .. ein Dieb wurde von einem Raubritter oder Wegelagerer (um mal Herrn Schäuble’s Worte für diesen “Staat” aus einem Interview der FAZ zu verwenden) unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auch nur wieder seines Diebesgutes entledigt
gepostet am 13.07.2010
Maria sagt:
Stimmt dies auch mit den Selbstanzeigen ?? Gerade dieses Klientel verfügt doch über ein gut funktionierendes Kontroll-System. Bei Gefahr leuchten alle Kontrollampen.
Das Gesindel kann auch nicht auf diesen imaginären Listen stehen, weil sie das Geld, daß sie uns wegnehmen bei der Vatikanbank in Sicherheit haben.
Der Vatikan kennt keine S t e u e r p f l i c h t.
gepostet am 13.07.2010
AKBAL sagt:
gepostet am 13.07.2010
x sagt:
Berlin fahndet in der Schweiz nach Stasi-Vermögen
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Berlin-fahndet-in-der-Schweiz-nach-StasiVermoegen/story/15814198
gepostet am 17.07.2010